Die Lenau-Grundschule ist eine gebundene Ganztagsgrundschule
in der
Nostitzstraße 60
in 10961 Berlin-Kreuzberg
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Anfahrts/Wegbeschreibung
Islamischer Religionsunterricht
Der Islamische Religionsunterricht (IRU) wurde in Berlin zum ersten Mal im Schuljahr 2001/2002 eingeführt. Zurzeit wird der IRU mit 21 Lehrkräften an 31 Schulen erteilt. Es nehmen mehr als 4.700 Schüler am Unterricht teil. An der Lenau-Grundschule wird der IRU seit dem Schuljahr 2003/2004 unterrichtet.

Der Islamische Religionsunterricht ist integriert in den bisherigen Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Er erweitert diesen um einen eigenen Aspekt und soll zum Heranziehen verantwortungsbewusster Bürger beitragen.

Schule ist ein einschneidender und temporär eingreifender Faktor im Leben unserer Kinder. Andererseits nehmen Glaube und Religion ebenfalls einen weiten Raum im Alltag muslimischer Kinder ein. Gerade hier liegt eine Chance, den Kindern in ihrem Beziehungsalltag und ihrer Lebensrealität Verständnis für globale Zusammenhänge und Zugang zu Wertesystemen zu eröffnen. Die damit verbundene Möglichkeit einer selbstverständnisbezogenen Toleranz stellt eine Bereicherung für die Gesamtgesellschaft dar.

Im IRU geht es darum, bei den Kindern möglichst persönliche Entscheidungsprozesse anzuregen und damit gleichzeitig Respekt vor ebensolchen bei anderen Menschen zu integrieren.

Der IRU stellt pädagogisch behutsam eine lebendige Beziehung zum Glauben her, auch für Kinder, die keine religiösen Grunderfahrungen mitbringen. Hier stellt sich der IRU als eine weitere Dimension dar, die persönliche Fragen jedes einzelnen Schülers aufzugreifen und Denkanstöße bereitzustellen, mit denen Problemlösungsstrategien entwickelt werden können. Zunächst ist hierfür eine grundlegende Wissensvermittlung unverzichtbar. Hierauf aufbauend ist es notwendig, Beziehungen zum Lebensalltag der Schüler herzustellen und der Freude an Weiterentwicklung eigener Ideen Raum zu geben. Die Schüler erhalten Möglichkeit, sich mit ihrer religiösen Identität in die hiesige Gesellschaft einzubringen und somit diese Gesellschaft auch als ihre zu begreifen. Das Kind wird befähigt, gesellschaftliche Grundwerte zu erkennen, zu reflektieren, für sie einzutreten und eigenen Gedanken und Vorschläge in die Wertediskussion einzubringen.

Lernen ist ein vielschichtiger Prozess. Das islamische Verständnis von Welt, von Diesseits und Jenseits, von ethischen/religiösen und gesellschaftsrelevanten Verhalten macht es einsehbar, dass Religionsunterricht nicht losgelöst von den übrigen Fächern gestaltet werden kann. Wo immer es möglich ist, werden daher Teile anderer Fächer in den Religionsunterricht mit aufgenommen. Dies gilt besonders gesellschaftswissenschaftlichen Fächern, in Fragen des Friedens, des Anti-Rassismus und der Gleichwertigkeit der Geschlechter.

Es findet also ein fachübergreifender Unterricht statt, um die Symbiose von religiöser Motivation und Alltag noch besser zu verdeutlichen.

Die speziellen Erfahrungen der Kinder werden berücksichtigt und der Religionsunterricht bietet Möglichkeiten der Aufarbeitung.

Mehr Informationen gibt es unter: www.islamische-foederation.de

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