Schulanfangsphase
Jahrgangsmischung
An der Lenau-Schule werden Schulanfänger in eine der fünf Schulanfangsklassen aufgenommen,
die jahrgangsgemischt eingerichtet sind und in denen zwischen 20 und 24 Kinder des 1. und
des 2. Schuljahres gemeinsam lernen.
Dort können die neu hinzu kommenden Kinder von den Kenntnissen und Erfahrungen profitieren,
die die Älteren im vorausgegangenen Schuljahr gesammelt haben.
Nach einem Jahr, wenn sie zu den „Großen“ gehören, erleben sie ihren eigenen Zuwachs
an Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vergleich mit den „Kleinen“.
Dauer
In der Regel bleiben die Kinder zwei Jahre in ihren Schulanfangsklassen, die bei uns durch den
Großbuchstaben A für „Anfang“ und eine Zahl gekennzeichnet sind (A1, A2, A3 usw.)
Für Kinder, die schon am Ende ihres 1. Schuljahres den Lernstoff der zweiten Klasse beherrschen,
gibt es die Möglichkeit, gleich in die 3. Klasse aufgenommen zu werden.
Kinder, die am Ende ihres zweiten Schuljahrs noch nicht sicher lesen und schreiben können und / oder
das Rechnen im Zahlraum bis 100 noch nicht beherrschen, nehmen ein weiteres Jahr am Unterricht der
Schulanfangsphase teil. Dieses Jahr wird nicht auf die Zeit der Schulpflicht angerechnet.
Unterrichtsorganisation
Im Idealfall bestehen Schulanfangsklassen je zur Hälfte aus Kindern des 1. und 2. Schuljahres.
Diese Mischung kann variieren, z. B. wenn in einem Schuljahr sehr viele Kinder ein drittes Jahr
in der Klasse verweilen.
Jede Klasse wird in allen Lernbereichen von der Klassenlehrerin und einer Kooperationslehrerin unterrichtet.
Manchmal übernimmt eine weitere Lehrkraft Unterrichtsfächer wie Musik oder Sport.
Während der Unterrichtszeit gibt es Phasen, in denen alle Kinder der Klasse sich zur gleichen Zeit mit
demselben Thema beschäftigen, z. B. bei den Ritualen der Begrüßung am Morgen, dem Gesprächskreis oder
der Einführung von Sachthemen.
Für neue Lernschritte im Lese- oder Mathematiklehrgang werden die Kinder in die Gruppen eingeteilt, die
ihrem Lernstand entsprechen. In der Regel sind das die Gruppen der Erst- oder Zweitklässler. Es können
aber auch Erstklässler an der Gruppe der Zweitklässler teilnehmen, wenn es ihrem Leistungsstand entspricht,
und umgekehrt.
Meistens erfolgt diese Teilung, wenn beide Lehrerinnen in der Klasse sind, manchmal auch, während die
jeweils andere Kindergruppe ihre Arbeitsaufträge selbständig erledigt oder von der Erzieherin betreut wird.
Alle Kinder erhalten einen Arbeitsplan für den Tag oder die Woche. Daran arbeiten sie in ihrem individuellen
Tempo. Oft sind dabei Gruppen- und Partnerarbeit erwünscht oder erforderlich. Die Reihenfolge der Bearbeitung
der Aufgaben bestimmt in der Regel jedes Kind selbst.
Die Lehrer/innen unterstützen und beraten die Kinder bei der Bewältigung ihrer Aufgaben. Wenn die Erzieherin
während der Unterrichtszeit in der Klasse ist, gibt sie den Kindern individuelle Hilfestellung.
Unterrichtszeit und Pausen
Der Unterricht beginnt um 8.00 Uhr. Vor der ersten Hofpause um 9.30 Uhr frühstücken die Kinder gemeinsam in der Klasse.
An den zweiten Unterrichtsblock von 9.50 Uhr bis 11.25 Uhr schließt sich bis 11.55 Uhr die zweite Hofpause an.
Zu
Mittag essen die Klassen entweder um 12 Uhr oder um 12.45 Uhr.
Mindestens zweimal in der Woche haben die Kinder auch nachmittags Unterricht, meistens sind das Sport-, Kunst – oder
Musikunterricht.
Soziales Lernen
Ziel der unterrichtlichen und sozialpädagogischen Arbeit in der Schulanfangsphase ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung
zu selbstbewussten und sozial denkenden und fühlenden Persönlichkeiten zu unterstützen.
Die Kinder sollen die in der Klasse und der Schule geltenden Regeln verinnerlichen und lernen, über auftretende Probleme
im Zusammenleben mit anderen zu sprechen.
Lehrerinnen und Erzieherinnen leiten die Kinder an, eigene Gefühle und Gedanken wahrzunehmen und mitzuteilen sowie ihre
Mitschüler/innen zu achten und sich in sie einzufühlen, damit sie in Gruppen oder mit Partnern spielen und arbeiten können.
Bei Störungen und Konflikten führen sie mit ihnen Gespräche über die Ursachen.
Bildung der dritten Klassen
Am Ende des 2. Schuljahres werden die neuen dritten Klassen gebildet. Dabei bleiben möglich alle Zweitklässler einer
Schulanfangsklasse zusammen.
Wenn das nicht möglich ist, erfolgt die Aufteilung unter der Berücksichtigung von Bindungen der Kinder untereinander.