Dort können die neu hinzu kommenden Kinder von den Kenntnissen und Erfahrungen profitieren, die die Älteren im vorausgegangenen Schuljahr gesammelt haben. Nach einem Jahr, wenn sie zu den „Großen“ gehören, erleben sie ihren eigenen Zuwachs an Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vergleich mit den „Kleinen“.
Für Kinder, die schon am Ende ihres 1. Schuljahres den Lernstoff der zweiten Klasse beherrschen, gibt es die Möglichkeit, gleich in die 3. Klasse aufgenommen zu werden.
Kinder, die am Ende ihres zweiten Schuljahre noch nicht sicher lesen und schreiben können und / oder das Rechnen im Zahlraum bis 100 noch nicht beherrschen, nehmen ein weiteres Jahr am Unterricht der Schulanfangsphase teil. Dieses Jahr wird nicht auf die Zeit der Schulpflicht angerechnet.
Jede Klasse wird in allen Lernbereichen von der Klassenlehrerin und einer Kooperationslehrerin unterrichtet. Manchmal übernimmt eine weitere Lehrkraft Unterrichtsfächer wie Musik oder Sport.
Während der Unterrichtszeit gibt es Phasen, in denen alle Kinder der Klasse sich zur gleichen Zeit mit demselben Thema beschäftigen, z. B. bei den Ritualen der Begrüßung am Morgen, dem Gesprächskreis oder der Einführung von Sachthemen.
Für neue Lernschritte im Lese- oder Mathematiklehrgang werden die Kinder in die Gruppen eingeteilt, die
ihrem Lernstand entsprechen. In der Regel sind das die Gruppen der Erst- oder Zweitklässler. Es können
aber auch Erstklässler an der Gruppe der Zweitklässler teilnehmen, wenn es ihrem Leistungsstand entspricht,
und umgekehrt.
Meistens erfolgt diese Teilung, wenn beide Lehrerinnen in der Klasse sind, manchmal auch, während die
jeweils andere Kindergruppe ihre Arbeitsaufträge selbständig erledigt oder von der Erzieherin betreut wird.
Alle Kinder erhalten einen Arbeitsplan für den Tag oder die Woche. Daran arbeiten sie in ihrem individuellen Tempo. Oft sind dabei Gruppen- und Partnerarbeit erwünscht oder erforderlich. Die Reihenfolge der Bearbeitung der Aufgaben bestimmt in der Regel jedes Kind selbst.
Die Lehrer/innen unterstützen und beraten die Kinder bei der Bewältigung ihrer Aufgaben. Wenn die Erzieherin während der Unterrichtszeit in der Klasse ist, gibt sie den Kindern individuelle Hilfestellung.
An den zweiten Unterrichtsblock von 9.50 Uhr bis 11.25 Uhr schließt sich bis 11.55 Uhr die zweite Hofpause an.
Zu Mittag essen die Klassen entweder um 12 Uhr oder um 12.45 Uhr.
Mindestens zweimal in der Woche haben die Kinder auch nachmittags Unterricht, meistens sind das Sport-, Kunst – oder Musikunterricht.
Die Kinder sollen die in der Klasse und der Schule geltenden Regeln verinnerlichen und lernen, über auftretende Probleme im Zusammenleben mit anderen zu sprechen.
Lehrerinnen und Erzieherinnen leiten die Kinder an, eigene Gefühle und Gedanken wahrzunehmen und mitzuteilen sowie ihre Mitschüler/innen zu achten und sich in sie einzufühlen, damit sie in Gruppen oder mit Partnern spielen und arbeiten können. Bei Störungen und Konflikten führen sie mit ihnen Gespräche über die Ursachen.